Das COLLEGIUM

Leitbild
Unter den Begriffen "Heilpädagogisches Reiten" HPR resp. "Therapeutisches Reiten" TR werden pädagogische, heilpädagogische und soziointegrative, resp. psychologische, therapeutische und rehabilitative Einflussnahmen mit Hilfe des Pferdes zugunsten von Menschen mit Beinträchtigungen verstanden.

Der Einsatz des Therapiepferdes berücksichtigt die ethischen Grundsätze für eine verantwortungsvolle und artgerechte Behandlung und Haltung. 

Zum HPR / TR gehört wesentlich der Aufbau einer Beziehung, Berühren, Führen und Pflegen des Pferdes, Aufsitzen und Sich-tragen-lassen, Ausreiten auf dem Handpferd, Reiten am Langzügel. Nicht reiterliche Ausbildung, sondern individuelle Betreuung und Förderung in engem Bezug zum Pferd steht im Vordergrund; eine positive Beinflussung des Befindens, des Sozialverhaltens und der Persönlichkeitsentwicklung wird mittels ganzheitlicher Therapieformen angestrebt.

Im Bewusstsein einer ethisch begründeten und verinnerlichten heilpädagogischen Haltung begeben sich Reitpädagogin/Reittherapeutin und Klienten gemeinsam auf den Weg. Wir gestalten ein von Freude, Respekt und Wertschätzung geprägtes Umfeld, auch gegenüber dem Therapiepferd.

Die Aktivitäten finden wenn immer möglich während des ganzen Jahres in der freien Natur, "draussen" statt.

Ziel der Ausbildung 

ist das Vermitteln resp. Erwerben von Fach- und Handlungskompetenzen im HPR/TR, ebenso die Weiterentwicklung der Personal- und Sozialkompetenz der Auszubildenden. Sie werden befähigt, ihre neu erworbenen Kenntnisse in ihr Wissen und Können aus dem erlernten Beruf und aus ihren Erfahrungen zu integrieren; dies bezieht sich ebenso auf ihre reiterlichen Qualifikationen.

Sie sind in der Lage, Probleme der Praxis zu analysieren und ihr Handeln zu planen, umzusetzen, zu reflektieren und zu begründen. Sie wenden Methoden an, die auf ganzheitliche Erziehungs- und Behandlungsziele hin ausgerichtet sind.